Cold Brew Kaffee: Zubereitung, Equipment & die besten Tipps

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Cold Brew Kaffee im Glas mit Eiswürfeln
ModellVolumenPreis ca.BewertungBesonderheit
Hario Mizudashi 1000ml1.000 ml~20 €4,8★Bestseller, einfach zu reinigen
dripdrip BREWJAR 1L1.000 ml~30 €4,5★Edelstahl-Doppelfilter, plastikfrei
Silberthal 1,3L1.300 ml~30 €4,3★Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Hario Wine Bottle 650ml650 ml~38 €4,4★Design-Weinflasche, platzsparend

Was ist Cold Brew?

Cold Brew ist kalt gebrühter Kaffee – aber Vorsicht: Das ist nicht einfach heißer Kaffee, den du über Eis gießt. Bei der Cold-Brew-Zubereitung wird Kaffee über 12 bis 24 Stunden in kaltem Wasser extrahiert. Das klingt lang, hat aber entscheidende Vorteile: Der Kaffee wird nahezu säurefrei und entwickelt ein samtig-süßes Aroma, das du von heiß gebrühtem Kaffee nicht kennst.

Der wichtigste Unterschied zu Iced Coffee (Eiskaffee): Iced Coffee ist heiß gebrühter Kaffee, der dann gekühlt oder über Eis serviert wird. Cold Brew wird nie erhitzt – die Extraktion findet ausschließlich bei kalten Temperaturen statt. Das Ergebnis ist geschmacklich eine völlig andere Kategorie: weniger bitter, voller im Mundgefühl und mit natürlichen Süßnoten.

Cold Brew zubereiten – Schritt für Schritt

So machst du perfekten Cold Brew – egal ob mit oder ohne speziellen Maker. Du brauchst nur Kaffeebohnen, Wasser und ein Gefäß mit Filter.

Benötigtes Equipment

Ein Cold Brew Maker ist die einfachste Lösung, aber nicht zwingend nötig. Du brauchst: ein Gefäß (Glas oder Kanne), einen feinmaschigen Filter (oder ein Sieb mit Kaffeefiltertüte), grob gemahlenen Kaffee und eine Kaffeewaage für die präzise Dosierung. Wer eine gute Kaffeemühle hat, mahlt die Bohnen frisch – das schmeckt man sofort.

Mahlgrad und Verhältnis

Der Mahlgrad ist entscheidend: grob, ähnlich wie bei French Press. Zu fein gemahlen wird der Cold Brew trüb und bitter. Das optimale Verhältnis für Cold Brew Konzentrat ist 1:8 – also 60 g Kaffee auf 500 ml Wasser. Wenn du weniger intensiven Cold Brew möchtest, nimm 1:10.

Ziehzeit

Lass den Kaffee 12 bis 18 Stunden ziehen. Im Kühlschrank dauert es eher 18 Stunden, bei Raumtemperatur reichen 12. Länger als 24 Stunden solltest du nicht ziehen lassen, sonst wird der Kaffee überextrahiert und bitter. Der Sweet Spot liegt bei etwa 16 Stunden.

Filtern und Aufbewahren

Nach der Ziehzeit entfernst du das Kaffeemehl und filterst den Cold Brew durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter. Das Konzentrat füllst du in eine verschließbare Flasche und stellst sie in den Kühlschrank. Dort hält es sich 7 bis 10 Tage.

Cold Brew ohne spezielles Equipment

Du hast keinen Cold Brew Maker? Kein Problem. Die French Press Methode ist die einfachste Alternative:

  1. Bohnen mahlen: 60 g Kaffee grob mahlen (French Press-Einstellung).
  2. Ansetzen: Kaffee in die French Press geben, 500 ml kaltes Wasser zugießen.
  3. Umrühren: Mit einem Löffel vorsichtig umrühren, sodass alles Kaffeemehl benetzt ist.
  4. Warten: 14–16 Stunden bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank ziehen lassen.
  5. Filtern: French Press langsam herunterdrücken, Kaffee durch ein feines Sieb in eine Flasche gießen.
  6. Genießen: Kühl stellen und innerhalb einer Woche aufbrauchen.

Diese Methode funktioniert auch mit einem einfachen Einmachglas und einem feinen Teesieb. Der Kaffee wird vielleicht nicht ganz so klar wie mit einem Cold Brew Maker, aber geschmacklich überzeugt er trotzdem.

Die besten Cold Brew Maker im Vergleich

Wenn du regelmäßig Cold Brew trinken möchtest, lohnt sich ein spezieller Cold Brew Maker. Er macht die Zubereitung sauberer, einfacher und liefert ein klareres Ergebnis. Hier sind die vier besten Modelle für 2026.

Hario Mizudashi Cold Brew Pot 1000ml

Der Hario Mizudashi ist der unangefochtene Bestseller unter den Cold Brew Makern. Die japanische Marke Hario ist für ihre hochwertigen Glasprodukte bekannt, und der Mizudashi macht da keine Ausnahme. Die Kanne aus hitzebeständigem Glas fasst einen Liter, der herausnehmbare Filtereinsatz aus feinem Kunststoffsieb lässt sich leicht reinigen. Für den Preis von rund 20 Euro bekommst du einen Cold Brew Maker, der jahrelang hält.

Testsieger / Bestseller
Günstig, bewährt, einfach zu reinigen

Stärke: Günstig, bewährt, einfach zu reinigen. Schwäche: Kunststoffsieb, keine Isolierung.

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dripdrip BREWJAR Cold Brew Coffee Jar

Der BREWJAR von dripdrip ist die plastikfreie Alternative mit Edelstahl-Doppelfilter. Das ultrafeine, doppellagige Edelstahlsieb hält auch die feinsten Kaffeepartikel zurück, sodass du einen besonders klaren Cold Brew bekommst. Die Kanne besteht aus Borosilikatglas und fasst einen Liter. Anders als beim Hario filtert der BREWJAR von unten nach oben – das sorgt für eine gleichmäßigere Extraktion.

Beste Filterqualität
Edelstahlfilter, besonders klarer Kaffee, plastikfrei

Stärke: Edelstahlfilter, besonders klarer Kaffee, plastikfrei. Schwäche: Etwas teurer, Filter sitzt manchmal fest.

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Silberthal Cold Brew Coffee Maker 1,3L

Der Silberthal Cold Brew Maker bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit 1,3 Litern Fassungsvermögen ist er der größte im Vergleich. Der herausnehmbare Edelstahlfilter und die dicke Glasflasche machen einen robusten Eindruck. Besonders praktisch: Der Deckel dichtet luftdicht ab, sodass der Cold Brew länger frisch bleibt.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Großes Volumen, gute Verarbeitung, günstiger Preis

Stärke: Großes Volumen, gute Verarbeitung, günstiger Preis. Schwäche: Filter könnte feiner sein, gelegentlich Trübung.

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Hario Cold Brew Coffee Wine Bottle 650ml

Der Hario Cold Brew Wine Bottle ist die platzsparende Variante. Die schlanke Weinflaschenform nimmt wenig Platz im Kühlschrank weg, der integrierte Edelstahlfilter sitzt direkt im Verschluss. Perfekt für Single-Haushalte oder als Zweit-Maker fürs Büro. Der Nachteil: Wegen des feinen Filters läuft das Glas langsamer durch, und das Fassungsvermögen von 650 ml ist eher für eine Person ausgelegt.

Für Single-Haushalte
Platzsparend, schickes Design, Edelstahlfilter

Stärke: Platzsparend, schickes Design, Edelstahlfilter. Schwäche: Kleineres Volumen, Filter läuft langsamer durch.

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Mahlgrad und Kaffeebohnen für Cold Brew

Die Wahl der Bohnen und des Mahlgrads hat großen Einfluss auf das Ergebnis von Cold Brew. Anders als bei heißem Kaffee kommen bei der Kaltextraktion vor allem fruchtige und süße Aromen zur Geltung – Bitterstoffe und Säuren bleiben größtenteils im Kaffeemehl.

Empfehlenswert sind helle bis mittlere Röstungen mit fruchtigen Noten – äthiopische oder kenianische Bohnen eignen sich hervorragend. Dunkle Röstungen neigen bei Cold Brew zu erdigen und rauchigen Geschmacksnoten, die nicht jedem schmecken. Wichtig ist vor allem: Frisch gemahlene Bohnen schmecken immer besser. Eine gute Kaffeemühle für zu Hause ist daher eine lohnende Investition.

Cold Brew Konzentrat verdünnen und servieren

Cold Brew Konzentrat ist intensiv – pur trinkt man es selten. Die ideale Verdünnung hängt von deinem Geschmack ab:

  • Pur verdünnt (1:1 mit Wasser): Klassischer Cold Brew, vergleichbar mit Filterkaffee.
  • Mit Milch (1:1 mit Milch): Cremiger Cold Brew Latte, perfekt für den Sommer.
  • Mit Tonic Water (1:2 Cold Brew zu Tonic): Cold Brew Tonic – überraschend erfrischend.
  • Pur auf Eis: Konzentrat über Eiswürfel gießen, langsam genießen.

Experimentier ruhig mit den Verhältnissen. Manche mögen es stärker (1:1), andere schwächer (1:3). Der Cold Brew eignet sich auch hervorragend für Cocktails oder als Basis für Eiskaffee-Desserts.

Häufige Fehler bei der Cold-Brew-Zubereitung

Zu feiner Mahlgrad

Der häufigste Fehler. Feiner Mahlgrad führt zu trübem, bitterem Cold Brew. Das feine Kaffeemehl setzt sich nicht richtig ab und passiert den Filter. Immer grob mahlen – wie für French Press.

Zu kurze Ziehzeit

Cold Brew braucht Zeit. Nach 6–8 Stunden schmeckt er wässrig und dünn. 12 bis 18 Stunden sind optimal. Stell dir einen Timer, sonst vergisst du ihn schnell.

Falsche Lagerung

Cold Brew gehört in den Kühlschrank, luftdicht verschlossen. Bei Zimmertemperatur fängt er nach 1–2 Tagen an zu gären. Im Kühlschrank hält er problemlos eine Woche.

Zu viel Kaffee verwendet

Das Verhältnis 1:8 ist die Obergrenze für Konzentrat. Bei 1:6 oder darunter wird der Kaffee überextrahiert und schmeckt bitter. Lieber nachher verdünnen als zu viel Pulver verwenden.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange ist Cold Brew haltbar?

Im Kühlschrank in einer luftdichten Flasche 7–10 Tage. Danach lässt das Aroma nach.

Ist Cold Brew stärker als normaler Kaffee?

Das Konzentrat enthält mehr Koffein als Filterkaffee, aber verdünnt im Verhältnis 1:1 oder 1:2 ist er vergleichbar.

Kann ich Cold Brew warm trinken?

Ja, erwärmen ist möglich. Der Kaffee bleibt milder als heiß gebrühter.

Welcher Mahlgrad ist für Cold Brew ideal?

Grob wie French Press (ca. 800–1000 Mikrometer). Zu fein = bitter und trüb.

Brauche ich einen speziellen Cold Brew Maker?

Nein. French Press, Einmachglas + Sieb geht auch. Ein Maker macht es aber einfacher.

Wie viel Koffein hat Cold Brew?

Konzentrat: ca. 200 mg/100 ml. Verdünnt (1:2): ca. 65 mg/100 ml – etwa wie Filterkaffee.

Cold Brew selber machen lohnt sich

Cold Brew ist die perfekte Kaffee-Zubereitung für den Sommer und für alle, die säurearmen, milden Kaffee mögen. Du brauchst kein teures Equipment, sondern nur grob gemahlenen Kaffee, Wasser und Geduld. Mit einem guten Cold Brew Maker wie dem Hario Mizudashi oder dem dripdrip BREWJAR wird die Zubereitung noch einfacher.

Wer regelmäßig Cold Brew trinkt, sollte in eine gute Kaffeemühle und eine Kaffeewaage investieren – die präzise Dosierung macht den Unterschied zwischen gutem und perfektem Cold Brew aus.

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